Rezepte umbenennen – Grundlagen

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Jede epische Erfahrung beginnt mit einem Namen. Man stellt hohe Erwartungen an etwas, das sich „das Beste Essen was ihr je essen werdet“ nennt. Auf der anderern Seite weckt ein Gericht mit dem Namen „Danach müsst ihr euch vielleicht nicht übergeben“ keine besonders guten Gefühle. Willkommen zu den „Grundlagen Rezepte umbenennen“!

Wenn es ums Fantasiekochen geht spielen einige Dinge eine Rolle bei der Wahl eines guten Namens, und hier werden wir uns nur die allgemeinsten davon anschauen. Ihr müsst dazu weder selbst rollenspielen, noch müsst ihr euch ein klares Bild vom Geschmack eines Ära oder eines Ortes machen. Mit der Zeit werde ich mehr kostenlose Ratgeber veröffentlichen die weiter in die Tiefe gehen. Abonniert meinen Newsletter (rechts), um keinen einzigen zu verpassen!

Hier gehen wir davon aus, dass das Essen schon fertig (oder bestellt) ist, und ihr ihm einen neuen Namen geben wollt. Also finden wir heraus wie Rezepte umbenennen am einfachsten geht.

 

Es gibt keinen perfekten Namen

Lasst mich diesen Punkt besonders betonen bevor wir überhaupt anfangen. So etwas wie „perfekt“ gibt es nicht, und es gibt keinen perfekten Namen für ein bestimmtes Gericht. Zugegeben, manchmal findet man einen Namen den man so toll findet, dass er genausogut perfekt sein könnte. Aber in Wirklichkeit haben solche Namen wahrscheinlich „betroge,n“ und bauen auf positiven Gefühlen auf oder sind das Resultat mehrerer Durchgänge. Solche Namen stammen üblicherweise aus Gesprächen in der Gruppe die an Rollenspiel grenzen.

Damit befassen wir uns in kommenden Artikeln, aber für den Moment nehmen wir einfach an, dass perfekt keine Option ist. Es ist besser sich mit „gut genug“ zufrieden zu geben und zu essen, als sich ständig im Kreis zu drehen und zu versuchen einen besseren Namen zu finden während das Essen kalt wird. Und sowohl als Koch als auch als Alchemist könnte Jabbado so etwas niemals gut heißen.

 

Wo anfangen beim Rezepte umbenennen?

Das ist wahrscheinlich die größte Hürde an der ganzen Sache. Wenn ihr eine Rollenspielkampagne habt bietet euch das Material mit dem ihr arbeiten könnt, und wenn ihr (in Ermangelung eines besseren Wortes) in einem Fandom (wie Star Trek oder Piraten der Karibik) nach einem Namen sucht bietet auch das hilfreiche Grenzen. Aber ein Gericht umzubenennen das alles mögliche sein kann ist um einiges schwerer, denn man hat schließlich keine Ahnung wo man anfangen soll, nicht wahr?

Nun, das mag in gewisser Weise stimmen, aber es gibt euch auch die Freiheit  zu tun was ihr wollt. Stellt euch ein Ork-Rezept vor namens „Sanft geröstete Apfelscheiben auf Salat“. Klingt das für euch orkisch? Abgesehen davon, dass der Apfel aufgeschlitzt wird gibt es da wenig, was man gemeinhin mit Orks assoziieren würde, und auch wenig Grund zu der Annahme, Orks würden so ein Gericht zubereiten oder genießen. (Nebenbei bemerkt, „Flammen-geschundener Apfel auf Pflanzentrümmern“ könnte denke ich als Ork-Name funktionieren.)

Der Schlüssel hier ist, dass wir nicht versuchen unserem Gericht einen orkischen Namen zu geben. Wir haben uns (noch) keine grenzen gesetzt also können wir jeden Namen aussuchen und damei so weit gehen wie wir wollen.

 



Rezepte umbenennen auf drei einfache Arten

Wo alles möglich ist gibt es auch unterschiedliche Tiefen in die man einsteigen kann. Nutzt sie als Inspiration, nicht als Einschränkungen. Vielleicht wollt ihr für den ersten Versuch etwas einfacheres ausprobieren, oder ihr habt vielleicht schon eine konkrete Idee die euch weiter hinein führt. Es gibt kein gut oder schlecht hier, nur unterschiedliche Methoden um ans gleiche Ziel zu gelangen – Spaß zu haben!

Es gibt noch einen anderen Aspekt der eine Rolle spielt wenn wir Rezepte umbebennen. Es läuft darauf hinaus wie viel „Arbeit“ man vorher investieren will, und wie viel davon während des Essens und mit Freunden stattfinden soll.

Die Abgrenzung zwischen den folgenden Methoden ist auch nicht immer besonders klar. Wichtig ist, dass am Ende ein Name steht, und nicht das Erfüllen irgendwelcher Konventionen. Wenn das was ihr euch ausdenkt für euch funktioniert, dann passt es so, Punkt.

 

Fügte eine Person oder einen Ort hinzu

Das hier ist die einfachste Methode um ein Rezept umzubenennen, denn ihr könnt den eigentlichen Namen benutzen und ihn sprichwörtlich etwas würzen. Nehmt den Namen eines Ortes oder einer Person, real oder ausgedacht, die zu eurer Idee passt. Dazu könnt ihr den Namen des Gerichts auch durch eine allgemeinere Beschreibung ersetzen.

Hier ein paar Beispiele für das gemeine Wurstbrot:

  • „Das Wurstbrot des Richters“
  • „Mr. Bond’s Frühstück“
  • „Alchemisten-Futter“

Diese Methode ist die einfachste, da sie am wenigsten Arbeit erfordert. Und während die meisten Vorschläge hier nicht besonders episch klingen haben die das größte Potential für Geschichten, die ihr während des Essens erkunden könnt. Welche Geschichte steckt hinter dem Namen? Was für Abenteuer, Schwierigkeiten oder Zufälle musste jemand aushalten, damit das Gericht mit dem Namen assoziiert wurde?

Diese Art von Name ist eine Einnladung, Futter für den Geist genauso wie für den Körper. Es stellt die Frage des „warum?“, die beantwortet werden will. Und ihr werdet überrascht sein auf welche Ideen deine Freinde kommen. Und darauf kann man aufbauen um einen beinahe perfekten Namen zu finden der hängen bleibt.

 

Fügt einen Ursprung hinzu

Diese Methode funktioniert ähnlich wie die vorherige, aber sie gibt von Anfang an etwas mehr Hintergrund vor. Die Idee ist die Frage zu beantworten wo das Essen her kommt, wie es zustande kam oder warum es unter diesem Namen bekannt wurde.

Der Unterschied liegt dabei weniger im Namen als in den Gedanken die hinein geflossen sind. Wenn ihr also könnt verpackt den Ursprung im Namen, aber wenn es dazu keinen einfachen Weg gibt bleibt bei einem Namen entsprechend oben und erzählt den Ursprung wenn ihr euch zum Essen setzt.

Hier ein paar Beispiele für „Pfannkuchen“:

  • Flache Kuchen des Flusskönigreichs
  • Pfannkuchen des Verrückten Königs
  • Gebratene Drachenflügel

Während diese Methode vielleicht das kreative Potential der gemeinsamen Antwort auf die Frage des „Warum“ einschränkt kann sie gleichzeitig für eine tiefere und etwas gerichtetere Ess-Erfahrung sorgen.

 

Fügt eine Geschichte hinzu

Dieser Ansatz zum Rezepte umbenennen maximiert eure Arbeit, wenn ihr nicht grade etwas habt auf dem die Geschichte beruhen kann – ein Spiel, ein Film oder eine persönliche Erfahrung. Er hilft auch dabei die Geschichte während des Essens zu erzählen, und während eure Freunde dann vielleicht weniger Raum für eigene Ideen bei der Antwort auf das „Warum“ haben, kann diese Methode gut als Einführung und als Beispiel für folgende Mahlzeiten funktionieren.

Hier ein paar Beispiele für „Fleischbällchen“:

  • „Verteufelte Fleischbällchen aus der Hölle“
  • „Überbleibsel des Uralten“
  • „Der Gebratene Ork

Fällt euch etwas auf? Alle Namensbeispiele könnten genauso gut für alle drei Methoden funktionieren. Es ist das was ihr dabei denkt, das den ganzen Unterschied macht. Was wahrscheinlich gleichzeitig die Kernzutat beim Fantasiekochen ist (Glückwunsch!).

Natürlich könnt ihr mit dem Namen auch direkt auf eure Rollenspielkampagne aufbauen, oder einen eigenen Geschmack für einen Ort oder ein Zeitalter entwickeln. Wenn ihr tiefer in die Materie einsteigen wollt abonniert meinen Newsletter (rechts), damit ihr all die kommenden Ratgeber nicht verpasst.

 



Treibt es weiter während ihr esst

Aber der Spaß hört mit der Wahl eines Namens noch lange nicht auf. Genau genommen fängt er da erst an. Wenn ihr euch mit Freunden zusammensetzt sagt ihr ihnen den Namen des Gerichtes. Wenn sie keine Ahnung haben was Fantasiekochen ist (dann teilt unbedingt diesen Blog mit ihnen und) sagt ihnen, dass es ein Weg ist Essen in eine Geschichte zu verwandeln.

Gebt ihnen alle Informationen die ihr euch bezüglich des Namens ausgedacht habt, abhängig von der Methode die ihr benutzt habt.Habt keine Angst „Keine Ahnung“ zu sagen wenn sie nach Einzelheiten fragen. Stattdessen fragt ihr, „Was meint ihr?“. Dieser Teil des Fantasiekochen gedeiht besonders gut wenn andere Dinge mit dem Namen assoziieren auf die ihr ie gekommen wärt, und die den Namen oder den Hintergrund in eine neue Richtung entwickeln.

Dieser Prozess kann sich ziemlich organisch entwickeln.Jemand fügt dem Namen etwas Hintergrund hinzu. Dazu hat jemand anderes eine Idee. Und so weiter. Macht weiter solange neue Ideen kommen. Am Ende habt ihr eine Geschichte zu der ihr ein sehr persönnliches Verhältnis habt, und bei der „Perfekt“ zum Greifen nahe erscheint.

Und keine Angst – ihr betreibt dann Rollenspiel. Ihr habt vielleicht keine Charaktere, oder Blätter mit Statistiken, oder Miniaturen, aber ihr rollenspielt. Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass es euch gefallen wird.

Lasst mich noch eine wichtige Regel mit euch teilen, die auch, aber nicht nur, beim Rollenspielen wichtig ist – tut euer Bestes und vermeidet das Wort „nein“. Wenn jemand eine Idee hat die euch nicht gefällt unterbrecht sie nicht. Denkt darüber nach, und dann sagt ihr „Ja, und…“. Benutzt ihre Idee, und kombiniert sie mit euren eigenen. Das ist nicht nur ein guter Weg um eine Geschichte aufzubauen, sondern auch eine tolle Methode um alle zusammen zu bringen.

Und wenn es mal nicht funktioniert? Was, wenn eure Freunde einfach nur essen wollen, oder so spaßige Themen wie Religion oder Politik disskutieren wollen? Dann ist das auch okay. Erzwingt es nicht. Rezepte umbenennen soll Spaß machen, und das gleiche gilt für das Ausformulieren der Geschichte. Es zu erzwingen funktioniert einfach nicht. Versucht es später nochmal, mit einer anderen Mahlzeit, oder besprecht es mit euren Freunden und findet etwas das euch allen passt. Wichtig ist nur, dass ihr am Ende mehr Spaß durchs Rezepte umbenennen habt, und nicht weniger.

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